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Soziales Engagement

Grenzenlos und international

das sind zwei unserer „PLUS-Punkte“, die eng mit unserem weiteren Engagement verbunden sind. Seit Mitte 2021 unterstützen wir die Schule „European International School (EIS) Cambodia“. Die Schule liegt etwa 10 km außerhalb von Phnom Penh in einem Vorort der Hauptstadt von Kambodscha und wurde im Mai 2019 eröffnet. Dieses sehr engagierte Projekt, dass Kinder vor Ort auf ihrem persönlichen Entwicklungsweg unterstützt, möchten wir Ihnen gerne näher vorstellen.

Projekt „European International School Cambodia“

Eine Schule der NGO „Save Poor Children in Asia Organisation“ (SCAO), in der Kinder aus bedürftigen Familien für einen sehr geringen Monatsbeitrag (2,5 $) Englisch lernen konnten, wurde wegen fehlender Förderbeiträge zum Jahresende 2018 geschlossen. Um diese Lücke zu schließen und die Kinder vor Ort wieder unterstützen zu können, hat Reinhold Rörtgen daraufhin gemeinsam mit einem kambodschanischen Partner das Projekt „European International School Cambodia“ gestartet. Der lokale Partner hat ein Grundstück und die Lizenz besorgt und Reinhold hat in Deutschland das notwendige Geld für das Schulgebäude organisiert. Im Mai 2019 konnte die neue Schule, in der 6 Klassenräume zur Verfügung stehen, dann eröffnet werden.

Das Konzept des günstigen Englischunterrichts wurde beibehalten. In einer Präambel wurde festgelegt, dass der monatliche Beitrag deutlich unter den Privatschulen im Umfeld liegt und dass jedes 3. Kind einer Familie kostenlosen Unterricht bekommt. Außerdem sind Kinder aus bedürftigen Familien komplett von den Gebühren befreit.

Die Schülerinnen und Schüler haben pro Tag 1-2 Stunden Englischunterricht. Das ist eine Ergänzung zum Unterricht in den staatlichen Schulen, in denen kein Englisch unterrichtet wird. Die Lehrerinnen konnten von der SCAO übernommen werden. Zum Schulstart bestand das Lehrerkollegium aus 5 Lehrerinnen und Reinhold Rörtgen.

Während der Corona-Pandemie musste der Präsenzunterricht einstellen werden. Da die meisten Schülerinnen und Schüler aus Familien mit geringem Einkommen stammen, haben die Schüler keinen Computer, was den online Unterricht deutlich erschwert hat. Die Schule konnten nur mit einem geringen Anteil der Schüler weiterarbeiten. Dank externer Unterstützung aus Deutschland konnte die Schule diese schwierige Zeit überstehen, ohne dass eine der Lehrerinnen freigestellt werden musste. Das war sehr wichtig, weil die Lehrerinnen mit ihrem Einkommen ihre Familie unterstützen.

Stories

Oktober 2025: Pchum Ben Party an Schule 2

Jedes Jahr im September finden in Kambodscha die Pchum Ben Feierlichkeiten statt. In einer über 15 Tage gehenden Zeitspanne gedenken die Buddhisten ihrer Angehörigen und feiern in der Gemeinschaft. In der Praxis sieht das so aus, dass Kambodschaner in dieser Zeit Ihre Opfergaben in verschiedene Pagoden bringen und es viele gemeinsame Aktivitäten in den Familien gibt. Zu Beginn der 15 tägigen Phase von Pchum Ben sind es noch ganz normale Arbeitstage, aber die letzten 3 Tage sind dann offizielle Feiertage, in denen viele Kambodschaner zu ihrer Familie aufs Land fahren.

Auch wir hatten wegen Pchum Ben unsere Schule für 3 Tage geschlossen. Am letzten Tag vor den Kurzferien haben wir dann eine kleine Party veranstaltet, bei der wir Essen und Trinken für die Kinder organisiert haben. Die Getränke haben wir eingekauft, aber das Essen haben 2 Lehrerinnen selbst zubereitet. Im Vorfeld hatten sie mich gefragt, was ich denn gerne essen möchte, und ich habe ihnen gesagt, dass ich sehr gerne gebratenen Reis mit Meeresfrüchten esse. Daraufhin haben sie gesagt: Ok, machen wir.

Da es bei der Zubereitung einer derartig großen Anzahl von Portionen zu Verzögerungen kam, musste die Kinder leider etwas aufs Essen warten, was ihnen aber nichts ausgemacht hat. Zum Zeitpunkt, als das obere Bild gemacht wurde, betrug die Wartezeit bereits 30 Minuten. Die Kinder sind aber so diszipliniert und sie freuen sich so sehr darauf, dass sie etwas Spezielles zu essen bekommen, dass es ihnen gar nichts ausmacht, wenn sie etwas länger warten müssen.

Dann war es aber endlich doch so weit und die beiden Lehrerinnen kamen mit dem Essen. Ich habe mich dann mit den Lehrerinnen zu den Schülerinnen und Schülern gesetzt und wir haben gemeinsam das ausgezeichnete Essen genossen. Auch das ist wiederum etwas ungewöhnlich für die Kinder, da sie es nicht kennen, dass ihre Lehrer bzw. Lehrerinnen gemeinsam mit ihnen essen. Aber am Verhalten konnte man erkennen, dass es ihnen Spaß macht.

Dies war ein weiterer Tag an unserer 2. Schule, an den wir uns gerne erinnern werden. Wir hatten sehr viel Spaß und die Kinder auch. Diese und andere bereits durchgeführten oder laufenden sozialen Aktivitäten für unsere Schulkinder sind deshalb möglich, weil wir mit der Plus Kompetenzcoaching GmbH und der Plus Placement GmbH 2 Sponsoren haben, die nicht nur Geld für den Betrieb der 2. Schule zur Verfügung stellen, sondern es uns durch Sonderspenden ebenfalls ermöglichen, Events oder andere Gemeinschaftsaktionen stattfinden zu lassen.

Ich kann die Freude und den Spaß der Kinder bei derartigen Aktivitäten nur beschreiben. Man muss es einfach gesehen haben, um zu erkennen, wie viel Spaß es ihnen bereitet.

Vielen Dank für einen weiteren tollen Tag an Schule 2.

 

Schöne Grüße aus Kambodscha

Reinhold Rörtgen

September 2025: Wie geben nicht nur Englischunterricht

Das Thema Zahnpflege ist leider ein sehr vernachlässigtes Thema in Kambodscha. Bedingt ist dies durch verschiedene Faktoren.

In den stattlichen Schulen ist das Problem offensichtlich, es wird aber nicht aufgegriffen, Die Zähne vieler Schülerinnen und Schüler sind in einem zum Teil desaströsen Zustand, aber weder in der Familie noch in den Schulen wird etwas dagegen unternommen.

Die Eltern haben in der Regel nicht das Wissen, es ist ein Problem der fehlenden Bildung und dementsprechend gibt es auch kein Bewusstsein dafür, was zu tun ist, um dies zu verhindern.

Gefördert wird dieses Problem dann noch ganz massiv dadurch, dass es in Kambodscha fast ausschließlich Getränke mit einem sehr hohen Zuckeranteil gibt und diese werden massenweise verkauft. Oft noch angereichert mit Koffein oder anderen stimulierenden Substanzen wie etwa Taurin, und auch hier besteht das Problem darin, dass die Eltern nicht wissen, dass diese Getränke nicht gesund für die Kinder sind.

In unserer Schule können wir natürlich nicht alle diese Probleme angehen, aber wir suchen uns Ansätze, wo wir gezielt auf die Kinder zugehen können, um ihnen das notwendige Wissen zu vermitteln, was sie tun können, um gesünder zu leben.

In unserem Schulshop gibt es zum Beispiel keine koffeinhaltigen oder aufputschenden Getränke, stattdessen können die Kinder dort Sojamilch kaufen. Und mit Aktionen wie dieser, zum Thema Zahnhygiene, geben wir ihnen Informationen, was sie verbessern können, um die Zähne auf Dauer zu schützen.

Auch wenn auf dem Bild erkennbar ist, dass nicht alle Kinder der Präsentation begeistert folgen, so sind wir dennoch sicher, dass dies Thema, so wie es aufbereitet ist, bei ihnen ankommt.

Wir sehen uns nicht als reine Englischschule, sondern als Teil der Community in Russey Keo, dem Außenbezirk von Phnom Penh, in dem wir und unsere Schulkinder leben.

Aktionen wie diese sind auch mit Kosten verbunden, aber möglich ist dies alles, weil wir uns in einer stabilen finanziellen Lage befinden. Dafür sorgt vor allem die langfristige Unterstützung durch die Plus Kompetenzcoaching GmbH und die Plus Placement GmbH. Dank deren Fördergelder können wir sowohl die mittlerweile permanent anstehenden Wartungsarbeiten an beiden Schulen durchführen, aber vor allem können wir auch noch zusätzliche Aktionen wie diese durchführen. Alles dies dient dem Ziel, unseren Schulkindern Wissen zu vermitteln und ihnen dadurch eine bessere Zukunft ermöglichen zu können.

Da ich mittlerweile schon einige Jahre hier bin, kann ich auch beurteilen, dass dies erfolgreich ist. Es ist sehr erfreulich zu sehen, wie sich einige unserer früheren Schülerinnen und Schüler entwickelt haben. Auch Jahre nachdem sie die Schule verlassen haben, melden sie sich gelegentlich bei mir, um zu berichten, wie es ihnen nun geht. Oder wir treffen uns zufällig in einem buddhistischen Tempel an einem der Feiertage oder auf einem der Straßenfeste zum kambodschanischen Neujahr.

In Situationen wie diese kann ich dann sehen, dass unsere Schule diesen Menschen geholfen hat, ein Leben zu führen, in dem sie einen Job haben, und dadurch für sich und ihre Familie sorgen können. Und das ist leider nicht selbstverständlich in Kambodscha.

Schöne Grüße aus Kambodscha

Reinhold Rörtgen

Juli 2025: Ausgabe der Zertifikate an Schule 1 in einer schwierigen Zeit

Am 31.07.25 haben wir unseren Schülerinnen und Schülern wieder ihre Zertifikate für die bestandenen Prüfungen ausgegeben. Es war wieder ein toller Tag, der allen, den Kindern, den Eltern und auch den Lehrern sehr viel Spaß bereitet hat. Der Direktor hat dies auch sehr genossen, da ich die Zertifikate übergeben habe und dabei in die glücklichen Gesichter der Kinder sehen durfte. Sie lieben es, wenn sie für den erfolgreichen Abschluss eines Kurses mit einem Zertifikat belohnt werden, das sie dann zu Hause an die Wand hängen können.

Auch wenn wieder nicht alle Kinder teilnehmen konnten, da die Übergabe der Zertifikate am Vormittag stattfand und viele zu dieser Zeit in der Schule waren, so war es dennoch recht voll. Das zeigt, dass unsere Schule mittlerweile sehr viele Schüler hat, eine Belohnung für unsere intensive Arbeit, die weiterhin allen sehr viel Spaß bereitet.

Das motiviert uns auch zu weiteren Aktivitäten. Wir spielen jeden Sonntag Badminton miteinander, was auch sehr beliebt ist. Es ist eine gelungene Abwechslung angesichts eines sonst nicht besonders abwechslungsreichen Freizeitprogramms. Wenn ich am Montag meine Standardfrage (What did you do at the weekend?) stelle, dann bekomme ich von 80% der Befragten die Antwort, „nothing special, just eating and sleeping and playing with the phone“. Mittlerweile geben dann aber auch einige die Antwort: „I played Badminton“. Das ist auf jeden Fall ein Fortschritt. Und einige leihen sich während der Woche auch Schläger aus. Das zeigt, dass sie nun auch privat mit Freunden Badminton spielen.

Diese außerschulischen Aktivitäten können wir anbieten, weil wir seit nunmehr 2 Jahren von den beiden Unternehmen Plus Kompetenzcoaching GmbH und Plus Placement GmbH gesponsert werden.

Diese Unterstützung versetzt uns auch in die Lage, die 2. Schule in Betrieb zu halten. Nachdem ein Sponsor dieser Schule abgesprungen ist, stand die Schließung der Schule kurz bevor, aber dann hat sich die Geschäftsführung der beiden Unternehmen bereit erklärt, als Sponsor einzuspringen, wodurch die Schule gerettet werden konnte. Ohne diese Unterstützung wäre diese Schule bereits geschlossen.

Durch das Sponsoring haben wir nun auch die Chance, an beiden Schulen über zusätzliche schulische und außerschulische Angebote nachzudenken. Momentan gehen unsere Überlegungen in verschiedene Richtungen. Es geht dabei etwa um Themen zur Gesundheit, wie der täglichen Zahnpflege, über Sportangebote wie etwa Schwimmen lernen (die meisten Kinder in Kambodscha können nicht schwimmen) bis hin zur Wiederaufnahme von Computerkursen ins Angebot.

Bei all den Themen bleibt unser Hauptaugenmerk aber darauf, den Schulbetrieb in der 2. Schule aufrecht zu erhalten. Durch die eingehenden Spenden ist das nun gesichert und durch eine großzügige Sonderspende der Plus Placement GmbH sind wir nun sogar in der Lage, notwendige Wartungsarbeiten durchführen zu können. Das Schulgebäude der Schule 2 besteht seit 10 Jahren, was für ein Gebäude in Deutschland nicht besonders viel ist, in Kambodscha sieht das aber anders aus.

Dank der eingegangenen Gelder konnten die Fenster und Fensterläden generalüberholt werden, sie lassen sich nun wieder problemlos schließen, und die sanitären Anlagen sind nun auch wieder alle funktionsfähig, inkl. der Wasserversorgung über den eigenen Brunnen. Daneben konnte ein weiterer Schrank für die schulischen Materialien beschafft werden.

Es stehen aber auch noch gravierende Arbeiten aus, auch bedingt durch die kambodschanische Bauweise. Die Schule ist auf Sand gebaut, der mit der Zeit ausgespült wird und dafür sorgt, dass die im Bereich der Sanitäranlagen gelegten Fliesen abgesackt sind (bis zu 10 cm). Hier steht daher noch eine größere Sanierungsaktion aus, die für den September geplant ist, wenn die Schule wegen des buddhistischen Pchum Ben Festes für eine Woche geschlossen wird.

Dank der bereits langfristig erfolgten und wirklich großzügigen Unterstützung durch Plus Kompetenzcoaching und Plus Placement können wir also positiv in die Zukunft schauen und wir sind optimistisch, auch wenn die aktuelle Situation für die Bevölkerung in Kambodscha momentan recht schwierig ist.

Alle Kambodschaner sind überglücklich über den nun vereinbarten Waffenstillstand im Grenzkonflikt mit Thailand. Die Bevölkerung ist aber sehr skeptisch, ob dies auch auf Dauer so sein wird. Es ist erschreckend zu sehen, welche Horrorgeschichten heutzutage durchs Netz geistern, und die meisten Posts sind leider nicht dazu gedacht bzw. geeignet, die Menschen zu beruhigen und ausgleichend auf die Menschen einzuwirken. Ein Großteil meiner derzeitigen Arbeit besteht darin, mit den Lehrern und Lehrerinnen darüber zu sprechen und ihnen zu vermitteln, dass sie alles, was sie hören oder lesen, kritisch hinterfragen und die Fakten checken. Die kriegerische Auseinandersetzung mit Thailand hat sehr viel Vertrauen zerstört und es wird nicht nur nach meiner Einschätzung sehr lange dauern, bis wieder eine gewisse Normalität einkehren wird.

Ich für meinen Teil arbeite daran, Vorurteile abzubauen und versuche, speziell die jungen Menschen zu beruhigen und das gegenseitige Verständnis zu fördern, so schwer dies auch momentan ist. Ich betrachte dies als meine Aufgabe in einem Land, in dem das Bildungssystem gezielt zerstört wurde, was noch heute an vielen Stellen deutlich zu erkennen ist.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich bei meiner Arbeit von vielen tollen Menschen unterstützt werde und ich bin sehr dankbar für die Hilfe unserer Sponsoren, ohne die dies alles niemals möglich wäre.

Liebe Grüße aus Kambodscha, Reinhold Rörtgen

Juni 2025: Danke Plus Placement GmbH

Kambodschaner, erst recht Kambodschanerinnen, sind recht zurückhaltend, wenn es darum geht Emotionen zu zeigen. Aber bei meinem letzten Termin sind mir die Lehrerinnen unserer 2. Schule sprichwörtlich um den Hals gefallen. Ich habe ihnen mitteilen können, dass wir dank einer großzügigen Spende der Plus Placement GmbH endlich die finanziellen Möglichkeiten haben, dringend notwendige Arbeiten vorzunehmen und auch in die Zukunft der Schule zu investieren.

Das gravierende Problem an Schule 2 ist, dass die meisten Schülerinnen und Schüler nicht in der Nähe der Schule wohnen. Die Schule befindet sich auf dem Land, etwa 30 km außerhalb von Phnom Penh und dort wohnen die Menschen sehr verstreut und nicht in zusammenhängenden Ortschaften. Deshalb setzen wir dort einen Shuttle-Service ein. Ohne diesen Service würden wir nicht genug Schülerinnen und Schüler haben, um einen sinnvollen Schulbetrieb aufbauen zu können. Das von uns eingesetzte Fahrzeug ist nicht mehr ganz neu, aber es fährt noch recht zuverlässig. Dennoch ist es an der Zeit, es einmal generalüberholen zu lassen, dazu war niemals das Geld da. Nun ist es möglich, und gleichzeitig werden dabei wir dabei die alten, mittlerweile sehr mitgenommenen Sitze durch andere Sitze ersetzen lassen. Dadurch können wir auch mehr Kinder im Fahrzeug unterbringen. Parallel zum Ausbau der Kapazität sind wir dank der Geldspende auch in der Lage, einen zusätzlichen Shuttle-Termin am Nachmittag anzubieten, wodurch wir uns erhoffen, weitere Schülerinnen und Schüler zu bekommen.

Wir unterrichten an der Schule in der Mittagszeit von 13:30 Uhr – 16 Uhr und haben dann noch eine Klasse am Nachmittag von 16:30 Uhr – 18:00 Uhr. Für diese Zeit hatten wir bisher keinen Shuttle-Service, das wird sich nun ändern.

Danke Plus Placement GmbH

Dadurch erhoffen wir uns natürlich auch, dass wir demnächst weitere Kinder im Nachmittagsunterricht begrüßen können.

Parallel dazu haben wir auch damit begonnen, notwendige Reparaturarbeiten vorzunehmen. Diese sind angesichts der Tatsache, dass diese Schule nun seit 10 Jahren besteht, auch dringend notwendig.

Aber wir wollen auch die Qualität der Schule steigern. Wir werden gezielte Trainings für unsere Lehrerinnen organisieren, um auch die Qualität des Unterrichts zu optimieren. Durch meinen Kontakt mit einem deutschen Direktor einer privaten Schule in Phnom Penh sind wir in der Lage, einen dort tätigen Trainer zu recht günstigen Konditionen zu bekommen. Er wird mit unseren Lehrerinnen arbeiten, um ihnen wichtige grundlegende Kenntnisse für die Unterrichtsgestaltung zu vermitteln.

Und parallel planen wir auch noch, einen bisher als Abstellraum genutzten Raum in eine Schülerbibliothek umzuwandeln, die dann den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung steht.

Das alles hätten wir ohne die Spende der Plus Placement GmbH niemals realisieren können. Dafür möchte ich mich im Namen aller Beteiligten noch einmal ganz herzlich bedanken und ich werde auf diesem Weg weiter über die Entwicklung dieses tollen Projektes zu berichten.

Ganz herzliche Grüße aus Kambodscha

Reinhold Rörtgen.

Mai 2024: European International School Cambodia feiert das 5-jährige Bestehen

Es ist kaum zu glauben, aber im Mai dieses Jahres haben wir das 5-jaehrige Bestehen unserer Schule gefeiert.

Im Mai 2019 haben wir unser Projekt gestartet und unsere 1. Schule eröffnet. Die Schule löste damals eine Schule der Save Poor Children in Asia NGO (SCAO) ab, da diese wegen fehlender Spendengelder geschlossen werden musste.

Zum Start unserer Schule sind 66 Kinder aus der SCAO Schule zu uns übergewechselt und wir haben damals gehofft, dass wir es schaffen würden 100 Schülerinnen und Schüler zu bekommen. Wir, das waren zum Start unsere 3 Lehrerinnen und ich.

Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen, da wir innerhalb eines Jahres auf über 200 Schülerinnen und Schüler gewachsen sind. Dann kam Covid und damit das Verbot der Präsenzschulungen.

Wir hätten diese schwere Zeit niemals ohne die über LinkedIn gestartete Spendenaktion überstanden, da wir durch den Wechsel auf online Unterricht kaum Einnahmen hatten, wir den Schulbetrieb aber aufrechterhalten wollten.

Mein großer Dank gilt hierbei Knud Hensel, der mich bei dieser Aktion tatkräftig unterstützt hat und den Spendenaufruf auch privat weitergeleitet hat. Und natürlich geht auch ein großes Dankeschön, an alle Spenderinnen und Spender, die uns in dieser Zeit unterstützt haben.

Im Dezember 2021, genau an meinem Geburtstag, bekamen wir dann die Info, dass wir am nächsten Tag wieder öffnen dürfen. Ein tolles Geburtstagsgeschenk.

Die Schule wurde wieder eröffnet und die Schülerzahlen sind stetig gewachsen. Damit verbunden auch die Zahl der Lehrerinnen.

Für den Fall, dass jemand wissen möchte, warum wir nur Lehrerinnen haben. Es haben sich bisher nur Frauen bei uns beworben. Wobei beworben nicht ganz richtig ist, da viele der mittlerweile bei uns tätigen Lehrerinnen bei uns Schülerinnen waren oder es noch sind. Das bietet den großen Vorteil, dass sie den sozialen Grundgedanken der Schule kennengelernt und ihn verinnerlicht haben.

Mittlerweile hat die Schülerzahl die Marke von 400 überschritten und wir unterrichten pro Tag über 40 Unterrichtsstunden, in der Zeit von 8:00 Uhr morgens bis 9:00 Uhr abends

Auf dem Bild sieht man das Team der Lehrerinnen, inkl. unserer derzeitigen Volontärin, beim Abendessen zum 5-jaehrigen Bestehen.

Mit der aktuellen Zahl haben wir aber auch die Grenzen unserer Ressourcen erreicht. Ich unterrichte mittlerweile schon im Volontärs Haus, da in den Abendstunden die 6 Klassenräume im Schulgebäude ausgebucht sind. Das Gebäude kann nicht erweitert werden, da hilft nur ein zusätzliches Gebäude, aber das ist illusorisch, da wir immer noch den Kredit fürs derzeitige Gebäude abbezahlen.

Wir alle sind mit der derzeitigen Situation mehr als zufrieden. Die Lehrerinnen haben ein gesichertes Einkommen für ihre Ausbildung und ihren Lebensunterhalt und wir haben sehr viel Spaß gemeinsam.

Hinzu kommt, dass wir mit unseren beiden Sponsoren, der Plus Placement GmbH und der Plus Kompetenzcoaching GmbH, Partner haben, die der Schule 2 eine stabile finanzielle Basis geben und uns an Schule 1 zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen, den Schulalltag zu bereichern.

Mittlerweile kommen haben wir 2 Gruppen mit insgesamt 20 Schülerinnen und Schülern

Anfang Mai habe ich in Schule 1 eine Badminton AG eröffnet. Am Sonntag treffen wir uns mit Schülern aus meinen Klassen in einem nahegelegenen Sportcenter und spielen gemeinsam Badminton. Die Sponsorengelder haben mir ermöglicht, das notwendige Equipment zu kaufen.

Da das Sportangebot in Kambodscha deutlich eingeschränkter als in Deutschland ist und viele Kambodschaner nicht das Geld dafür haben, haben viele meiner Schüler bisher keinen Sport betrieben. Nun haben sie die Chance und sind wirklich begeistert. Wenn ich sie früher montags gefragt habe, was sie am Wochenende unternommen haben, habe ich fast durchgehend die Antwort „eat and sleep“ bekommen. Nun sagen sie mir, „we played Badminton, it was great“.

So kann man mit relativem geringem Aufwand den Kindern eine große Freude bereiten. Und das Dankeschön bekommt man direkt zurück, wenn man in die strahlenden Gesichter schaut.

Meinen kleinen Rückblick auf 5 Jahre EIS Cambodia möchte ich mit einem kleinen Fazit meinerseits beenden. Gefühlt sind es deutlich weniger als 5 Jahre, weil ich mich nie langweile und meine Schülerinnen und Schüler sowie meine Lehrerinnen mir täglich vor Augen führen, wie sinnvoll und erfolgreich unser Projekt ist. Ein paar wenige Personen konnten sich ein eigenes Bild vor Ort machen und alle haben mir gesagt, dass sie begeistert von unserer Arbeit sind und dass man mir ansehen kann, wie viel Spaß es mir bereitet.

Also, wer Lust und Zeit hat, bitte vorbeischauen, wir suchen noch weitere Volontäre. Bei Interesse, einfach bei mir melden.

Schöne Grüße aus dem fernen Kambodscha, alles Gute, bis bald

Reinhold

April 2023: Ein erfolgreiches Jahr 2022 und ein toller Start ins Jahr 2023

2022 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die European International School Cambodia. Uns ist es nach dem Neustart sehr schnell gelungen die Schülerzahlen recht schnell auf über 300 Schülerinnen und Schüler zu steigern. Auf dem Foto sieht man unsere Kleinsten, nachdem sie Ende Dezember ihre Zertifikate zum Abschluss ihrer jeweiligen Stufe bekommen haben.

Da sich die positive Entwicklung im neuen Jahr fortgesetzt hat und in diesem Jahr auch wieder sehr viel Arbeit auf uns zukommt, haben wir Ende Januar mal eine kurze Auszeit genommen und einen Ausflug an die kambodschanische Küste gemacht. Auf dem Bild sieht man uns beim Picknick am Meer.

Der Ausflug war eine Idee der Lehrerinnen und sie haben auch die gesamte Organisation übernommen. Alle Lehrerinnen wohnen noch zu Hause bei den Eltern und daher bestimmen die Eltern auch noch, was sie unternehmen dürfen und was nicht, unabhängig vom Alter. Da dies ein Schulausflug war, waren alle Eltern damit einverstanden, dass ihre Töchter daran teilnehmen, das wäre bei einem Privatausflug sicher nicht der Fall gewesen. Für viele von ihnen war es auch der erste Ausflug ohne Familie.

Auf dem Bild sieht man neben den aktuellen Lehrerinnen und mir auf der rechten Seite unsere derzeitige Volontärin Lenka, die uns seit Oktober unterstützt. Wir befinden uns dort gerade im Nationalpark Kep, einem bei Einheimischen und Touristen beliebten Naturschutzgebiet an der Küste Kambodschas.

Es war nicht nur ein gelungener Ausflug, es war auch der optimale Zeitpunkt. Nachdem wir nach Phnom Penh zurückgekehrt waren, bin ich nach Deutschland geflogen, um die jährlich anstehenden Gesundheitschecks zu machen. In meiner Abwesenheit hat Lenka meine Klassen übernommen. Sie wartet nun auf meine Rückkehr, damit sie dann die geplante Reise durch Südostasien antreten kann. Und die hat sie sich wirklich redlich verdient.

Wir sind mittlerweile bei über 350 Schülerinnen und Schülern angekommen und haben im Schulgebäude alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen komplett ausgenutzt. Da uns dort nur 6 Klassenräume zur Verfügung stehen, nutzen wir für den Unterricht in den höheren Stufen am Abend auch noch das Volontär Haus. Dort sind zwar keine optimalen Voraussetzungen, aber wir haben ja gelernt zu improvisieren. Die Schüler sitzen und arbeiten an der dort aufgebauten Tischtennisplatte, an der ich am Wochenende mit einigen Schülern Tischtennis spiele.

Man kann meinen Ausführungen sicherlich entnehmen, dass wir in der Schule viel Arbeit aber vor allem auch viel Spaß haben. Viel Spaß hat auch unsere Volontärin und sie wird nach ihrer Zeit bei uns nach Europa zurückkehren und hier Werbung für uns machen, damit hoffentlich weitere Volontäre zu uns kommen.

Gar nicht eingegangen bin ich bei meinen Schilderungen bisher auf die 2. Schule, die wir im Juli 2022 übernommen haben und. Das liegt daran, dass hier die Situation deutlich komplexer ist als an Schule 1. Wir leisten hier bereits erfolgreiche Arbeit, aber die Begleitumstände sind deutlich schwieriger. Zu Schule 2 werde ich nach meiner Rückkehr nach Kambodscha einen gesonderten Bericht erstellen.

2022: Steigende Schülerzahlen nach Covid

Im Dezember 2021 konnte der Unterricht endlich wieder Präsenz fortsetzen werden. Es wurden aber Beschränkungen bezüglich der Schülerzahlen in den Klassenräumen eingeführt, die noch lange galten. Im April 2022 kehrte das bunte Leben weiter in die Schule zurück und alle Schüler*innen konnten gemeinsam und begeistert das kambodschanische Neujahrsfest feiern.

Seit Anfang 2022 steigt die Zahl der Schüler kontinuierlich und Ende 2022 begleitet die Schule über 300 Schülerinnen und Schüler. Das Kollegium aus mittlerweile 10 Lehrerinnen und Reinhold Rörtgen gibt täglich 40 Unterrichtsstunden.

Mit den Einnahmen aus den Schulgebühren decken die laufenden Kosten und schrittweise kann auch das für den Bau der Schule aufgenommene Darlehn zurückgezahlt werden. Die angespannte finanzielle Situation konnte auch dadurch gravierend verbessert werden, dass die Plus Kompetenzcoaching GmbH, bei der Reinhold Rörtgen seit Mitte 2021 online als Coach tätig ist, die Schule sponsert. Mit diesem Geld können sowohl notwendige Reparaturen durchgeführt als auch Neuanschaffungen zur Optimierung des Unterrichts tätigt werden.

Das Sponsoring ermöglicht es, zusätzlich zum normalen Unterricht anderweitige Aktivitäten zu organisieren. So konnten die Schüler*innen im März 2022 an einer Aktion der River Clean Organization Cambodia teilnehmen. Mit einem gecharterten Bus konnten die Schüler*innen ans Ufer des Tonle Sap Flusses gefahren werden, wo gemeinsam der dort vorgefundenen Müll gesammelt und einer umweltfreundlichen Verwertung zugeführt werden konnte.

Anschließend gab es dann noch ein gemeinsames Essen, dass ohne die Fördergelder nicht möglich gewesen wäre. Die Schüler reden noch heute von diesem großartigen Tag und fragen, wann es wieder eine derartige Aktion gibt. Alle Schüler*innen der EIS Cambodia kommen aus sehr einfachen Verhältnissen, ihr Leben besteht in der Regel aus Lernen und dem Leben zu Hause im Kreis der Familie. Geld für anderweitige Aktivitäten ist nicht vorhanden.

Weitere Informationen und aktuelle Aktivitäten der Schule finden Sie hier bei Facebook:
https://www.facebook.com/eiseuropeancambodia
Über diese Seite können Sie auch Kontakt mit der Schule aufnehmen, wenn Sie weitere Informationen wünschen und die Möglichkeiten einer Arbeit als Volontär kennenlernen möchten.

Ihr Ansprechpartner: Reinhold Rörtgen